Jedes Jahr feiern wir Weihnachten – die Geburt von Jesus. Die Bibel erzählt davon bei Lukas und Matthäus.
Kaiser Augustus ordnet eine Volkszählung an. Deshalb zieht Josef mit Maria, die ein Kind erwartet, von Nazareth nach Bethlehem, in die Stadt seiner Vorfahren. In der Herberge ist kein Platz mehr für sie, und so finden sie Unterschlupf in einem Stall bei den Tieren. Dort bringt Maria ihren Sohn zur Welt, wickelt ihn in Windeln und legt ihn in eine Futterkrippe (Lukas 2,1–7).
Auf den Feldern bei Bethlehem halten Hirten in der Nacht Wache bei ihren Herden. Ein Engel erscheint ihnen und sagt: „Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.“ Die Hirten machen sich auf den Weg, finden das Kind in der Krippe und erzählen allen, was sie gehört und gesehen haben (Lukas 2,8–20).
Später kommen Weise aus dem Morgenland. Ein Stern führt sie zu Jesus. Sie beten ihn an und schenken ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe (Matthäus 2,1–12). Wie viele es waren und wie sie hießen, steht nicht in der Bibel – die Namen Kaspar, Melchior und Balthasar kamen erst später durch die Tradition dazu. Am 6. Januar wird an sie erinnert.
Für mich ist das der Kern von Weihnachten: Gott kommt als kleines Kind zu uns – mitten hinein in eine unruhige Welt.